| Leistungsbilanzen von OSZE- und VN-Missionen
unterschiedlicher Größenordnung |
Am Beispiel der Missionen in Georgien, dem Kosovo,
in Mazedonien und in Tadschikistan
Kontakt: Dr.
Wolfgang Zellner
Seit Beginn der 90er Jahre sind auf dem
Gebiet des ehemaligen Jugoslawiens und der ehemaligen Sowjetunion
über 20 multifunktionale Friedensmissionen der Vereinten
Nationen und der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit
in Europa (OSZE) eingesetzt worden. Obwohl sie ein wichtiges
Instrument der Krisenprävention und Konfliktbearbeitung
darstellen, waren sie bislang kaum Gegenstand der wissenschaftlichen
Forschung. Die vorhandene Literatur zu UN- und OSZE Feldmissionen
ist überwiegend deskriptiver Natur. Studien, die auf
theoretischen Vorüberlegungen und/oder systematischer
empirischer Forschung basieren, sind die Ausnahme.
Das Missionsprojekt stellt den Versuch
dar, diese Forschungslücke zu schließen. Ziel
ist es, Stärken und Schwächen von Organisationsstrukturen
und –abläufen sowohl der Mutterorganisationen
als auch der Feldmissionen entsprechend vergleichbarer Kriterien
festzustellen und die Frage zu beantworten, in welchem Maße
diese Organisationsmerkmale Leistungsbilanzen ziviler UN-
und OSZE-Missionen, die in demselben Land im Rahmen der
Krisenprävention, der Konfliktbearbeitung oder des
Aufbaus friedenserhaltender Strukturen eingesetzt sind,
erklären. Als Fallbeispiele dienen die UN- und OSZE-Missionen
in Georgien, im Kosovo, in Mazedonien und in Tadschikistan.
Das Projekt wurde im Jahr 2002 begonnen
und wird von der Volkswagenstiftung gefördert. Zwei
wissenschaftliche Mitarbeiter am Zentrum für OSZE-Forschung
sowie Wissenschaftler vor Ort beschäftigen sich jeweils
mit Teil- respektive Gesamtaspekten des Projektes.

Publikationen aus dem
Projekt
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