| Die VN als Vermittler in ethnopolitischen
Konflikten |
Eine Studie zur Wirksamkeit von
UN-Feldoperationen am Beispiel des georgisch-abchasischen
Konflikts
Kontakt: Marietta
König, M.A.
Das Dissertationsprojekt beschäftigt
sich mit den Vermittlungsbemühungen der Vereinten Nationen
im georgisch-abchasischen Konflikt. Ziel ist es darzulegen,
welche Wirkungen die Interventionen des externen (sekundären)
Akteurs Vereinte Nationen auf den Lösungsprozess
des georgisch-abchasischen Konflikts hatten, und durch welche
Faktoren diese bedingt waren. Besonderes Augenmerk gilt
hierbei der komplexen Interaktion der UN mit den am Konflikt
und an den Verhandlungen beteiligten internen und externen
primären Akteuren, da diese maßgeblich die Wirkung
der UN-Interventionen beeinflusst haben.
Die wesentlichen Ziele dieser empirisch-analytischen
Studie bestehen daher darin, a) die Aktivitäten der
UN in Georgien unter Zuhilfenahme eines Analyserasters systematisch
zu erfassen, b) die Wirkungen der UN-Interventionen auf
den georgisch-abchasischen Konfliktlösungsprozess zu
untersuchen, und c) die den relativen Erfolg der UN-Aktivitäten
beeinflussenden Faktoren zu ermitteln. Das wesentliche Erkenntnisinteresse
gilt der Frage, warum die UN trotz zwölfjähriger
Vermittlungsbemühungen bis heute keine Lösung
für den georgisch-abchasischen Konflikt finden konnten.
Der wissenschaftliche Mehrwert der Arbeit
liegt darin, am Beispiel des in dieser Hinsicht noch nicht
systematisch bearbeiteten georgisch-abchasischen Konflikts
die Möglichkeiten und Grenzen des externen sekundären
Akteurs Vereinte Nationen bei der Konfliktlösung zu
untersuchen. Damit wird das Projekt einen Beitrag zu Wirksamkeitsstudien
über zivile UN-Feldmissionen leisten. Das Projekt,
das 2005 begann, findet 2009 voraussichtlich seinen Abschluss.
Das Dissertationsprojekt wurde zwischen
2006 und 2008 von der Friedrich-Naumann-Stiftung gefördert
und wird im Jahre 2009 vom IFSH finanziert.

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