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Aufstieg und Krise des konventionellen europäischen Rüstungskontrollregimes

Kontakt: Ulrich Kühn, M.A., M.P.S.

Im kurzen Zeitraum von 1989 bis 1991 entstand in Europa das umfassendste und erfolgreichste Rüstungskontrollregime auf konventioneller Ebene weltweit, der „Vertrag über konventionelle Streitkräfte in Europa“ (KSE). Heute ist dieses Regime in weiten Teilen nicht mehr funktionsfähig, veraltet und steht kurz vor dem endgültigen Kollaps. Auch das allgemeine politische Umfeld zwischen dem Westen und Russland verschlechterte sich in den vergangenen acht Jahren drastisch. Die Dissertation möchte den Fragen nachgehen, warum es zum Niedergang dieses erfolgreichen Rüstungskontrollregimes kam und welche Lösungsmöglichkeiten und Wege aus der momentanen Krise führen könnten.

Die Dissertation baut auf einem regimetheoretischen Ansatz auf und nutzt dabei die Untersuchungen Robert Keohanes zur Interdependenzdichte zwischen dem Regime, den beteiligten Staaten und den jeweiligen Interessen der beteiligten Parteien. Zahlreiche geplante Interviews mit ehemaligen KSE-Unterhändlern sollen den empirischen Kern des Projekts bilden. Besonderes Augenmerk soll dabei auf die Positionen deutscher Rüstungskontrollpolitik gelegt werden.

 

 

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