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Zur Effektivität Internationaler Organisationen im Transformationsprozess in Südosteuropa

 

Kontakt: Dr. Wolfgang Zellner

Internationale Organisationen wie die OSZE und die EU haben umfangreich in den Transformationsprozess in den post-kommunistischen Staaten interveniert. Sie griffen dabei auf ganz unterschiedliche Instrumente zurück - von weniger direkter Einflussnahme bis hin zu Quasi-Protektoraten, wie wir sie aus Bosnien-Herzegowina und dem Kosovo kennen. Empirische Studien weisen zunehmend darauf hin, dass diese Demokratieförderung nicht nur positive, sondern mituntergerade auch nicht unintendierte, negative Gegen- oder Nebenwirkungen zeitigte. Eine umfassende Analyse der Effekte externer Demokratisierung in internen Transformationsprozessen ist bisher weder aus Perspektive der Internationalen Beziehungen noch der Transformationsforschung erarbeitet worden.

Das von Solveig Richter durchgeführte Dissertationsprojekt wurde an der TU Dresden und bei CORE realisiert und verfolgte zwei Ziele: Zunächst wurde auf Basis von Theorien der Internationalen Beziehungen (insbes. Sozialisations- und Europäisierungsstudien) sowie der Transformationsforschung ein analytisches Raster entwickelt, welches es erlauben sollte, Effekte und Wirkungen der Intervention hinsichtlich der Zielerreichung wie auch der Problemlösung zu messen. Darauf basierend wurden empirische Einzelfallstudien in Kroatien, Bosnien-Herzegowina, und Serbien und Montenegro durchgeführt.

CORE Mitarbeiterin Solveig Richter präsentierte 2005 ihren theoretischen Ansatz auf mehreren Konferenzen. Zugleich unternahm sie zahlreiche Forschungsreisen nach Südosteuropa zur Sammlung ihres empirischen Materials und Durchführung von Interviews mit Mitarbeitern von Internationalen Organisationen, NGOs, Botschaften und nationalen Institutionen.

Das Projekt wurde 2008 abgeschlossen. Die Ergebnisse wurden vom IFSH in einer Monographie und in einem Artikel im OSZE Jahrbuch 2008 veröffentlicht.


Publikationen aus dem Projekt

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