Zur Zukunft der OSZE-Feldmissionen
CORE und Auswärtiges Amt organisieren Workshop zu Herausforderungen und Möglichkeiten der OSZE, Hofburg Wien, 26. – 27. Mai 2011
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Diskussion zu Feldaktivitäten der OSZE: Botschafter Heiner Horsten (Deutschland), Botschafter a. D. Dr. Wilhelm Höynck (erster OSZE-Generalsekretär), Botschafter Renatas Norkus (Litauen), Herr Yerkin Akhinzhanov (Kasachstan), Botschafter Eoin O’Leary (Irland), Botschafter Adam Kobieracki (Direktor des OSZE-Konfliktverhütungszentrums) (v.l.n.r.)
Um einen Beitrag zu den Diskussionen
über direkte Aktivitäten der OSZE in ihren
Teilnehmerstaaten zu leisten, hat das Zentrum für
OSZE-Forschung (CORE) zusammen mit dem Auswärtigen
Amt am 26. und 27. Mai 2011 in der Wiener Hofburg,
dem Sitz der OSZE, einen Workshop zur „Entwicklung
von OSZE-Feldaktivitäten“ durchgeführt.
Ziel des Workshops war es, sowohl das besondere Interesse
Deutschlands an diesen Formaten der internationalen
Sicherheitszusammenarbeit zu signalisieren, als auch
spezielle Fragen wie die thematischen Ausrichtungen
der Feldaktivitäten, die Erwartungen der betroffenen
Staaten und das interne Zusammenwirken innerhalb der
OSZE anzusprechen.
Aus insgesamt sieben Ländern (Armenien, Aserbaidschan,
Kirgisistan, Moldau, Rußland, Ukraine und Tadschikistan)
waren Vertreter von Regierungen, OSZE-Feldoperationen
und akademischen Institutionen nach Wien gereist.
Sie diskutierten mit Vertretern des litauischen OSZE-Vorsitzes
und der beiden anderen Staaten der OSZE-Troika (Kasachstan
und Irland), mit Experten der OSZE, der Europäischen
Union und des Europarats über politische Standpunkte
sowie konzeptionelle und organisatorische Fragen der
Feldarbeit der OSZE. Zahlreiche Vertreter von OSZE-Delegationen
nahmen ebenfalls an der Veranstaltung teil.
Der Workshop fand großes Interesse in Wien.
Im Zentrum des teils sehr lebhaften Gedankenaustauschs
der rund 60 Teilnehmer und Gäste standen insbesondere
die gemeinsame Verantwortung für die inneren
Entwicklungen in den Teilnehmerstaaten und Vorstellungen
zur Umsetzung dieser Verantwortung in allen drei Dimensionen
der OSZE. Deutschland unterstützt die Bemühungen
der OSZE, ihren Teilnehmerstaaten auch künftig
bei der Umsetzung von politischen Verpflichtungen
unmittelbar vor Ort zur Seite zu stehen. „In
vielen Fällen erlaubt erst die kontinuierliche
Anwesenheit von Feldmissionen, das Gastgeberland effektiv
zu unterstützen. Die Formen der Unterstützung
bedürfen der ständigen flexiblen Anpassung
an wechselnde politische, organisatorische und personelle
Herausforderungen“, so der erste Generalsekretär
der OSZE, Botschafter a. D. Dr. Wilhelm Höynck,
in seinem Beitrag auf der Veranstaltung.
Seit etwa zwei Jahrzehnten spielt das direkte Engagement
der OSZE in ihren Teilnehmerstaaten in Form von OSZE-Feldmissionen
eine wichtige Rolle für den Sicherheitsdialog
der Organisation. In den Reformdiskussionen der OSZE
im Jahr 2005 sowie im Rahmen des sogenannten Korfu-Prozesses
– eines Dialogformats in den Jahren 2009 und
2010 – ist hierzu mehrfach Stellung bezogen
worden. Erst jüngst unterstrichen die Staats-
und Regierungschefs der 56 OSZE-Teilnehmerstaaten
auf dem OSZE-Gipfel in Astana im Dezember 2010 die
Bedeutung der OSZE-Feldmissionen.
Announcement
workshop “Developing OSCE Field Activities”.
Agenda
workshop “Developing OSCE Field Activities”
Opening
contribution by Dr Wolfgang Zellner, Head of CORE
Contribution
by Ambassador Anvar S. Azimov, Permanent Representative
of the Russian Federation to the OSCE
Kontakt: Dr. Frank Evers
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